Klein, aber oho: Der Weg zum besseren Hören

Sollten Sie in Gesprächsrunden oder bei Nebengeräuschen Schwierigkeiten haben, das Gesagte zu verstehen, wenn Sie Vogelgezwitscher oder Blätterrauschen nicht mehr hören, oder falls Ihre Mitmenschen Sie darauf ansprechen, Ihr Fernseher sei zu laut eingestellt - dann sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Er wird abklären, ob ein Hörverlust vorliegt und ob er medikamentös oder mit einem Eingriff behoben werden kann. Falls nicht, stehen heute hochmoderne Hörsysteme zur Verfügung. Ein Hörgerät lässt Sie wieder am Leben teilhaben, lästiges Nachfragen und Missverständnisse sind passè. Familie und Freunde müssen nicht mehr laut sprechen. Schon längst ist es kein Stigma mehr - dafür gibt es zu viele gute Gründe für ein Hörgerät!

Fast unsichtbar

Moderne Hörsysteme sind zuverlässig und im Gegensatz zu früher extrem klein, leicht und bequem. Sie werden individuell dem Ohr angepasst. Sie sind viel weniger auffällig als z.B. eine Brille. Am häufigsten sind winzige Hinter-dem-Ohr-Systeme, von denen der Schall über einen fast unsichtbaren, durchsichtigen Plastikschlauch ins Ohr geleitet wird. Es gibt auch Im-Ohr-Geräte; die kleinsten von ihnen verschwinden unsichtbar im Gehörgang.

Gehörlosen oder fast Gehörlosen mit zerstörten Haarsinneszellen kann ein Hörgerät nicht helfen. Ist aber der Hörnerv intakt, können sie von einem Cochlea-Implantat profitieren. Es stimuliert im Ohr direkt den Nerv. Es eignet sich für Menschen, die als kleine Kinder oder im Laufe des Lebens ertaubt sind, deren Gehirn also das Hören noch nicht "verlernt" hat, u.a. durch eine Rückentwicklung des Hörnervs.

Modisch

Manche Menschen nutzen ein Hörgerät dagegen wie einen Ohrring als modisches Accessoire - mit interessantem Design und Farbe. Das Image hat sich gewandelt: Da heutzutage auch viele junge Menschen betroffen sind, verbindet man Hörgeräte nicht mehr mit wie früher mit Altersschwerhörigkeit.

Technisch ausgereift

Moderne Hörsysteme sind High-Tech-Geräte mit Digitaltechnik wie ein CD-Player. Der Klang ist brillant und störungsfrei. Er kann nach individuellen Bedürfnissen eingestellt werden. Hörgeräte sind heute auch "intelligent" - so kann Hintergrundlärm ausgeblendet werden. Programme, auf Knopfdruck oder automatisch aktiviert, können z.B. in einer Kirche den Hall mindern. Der Hörgeräte-Akustiker probiert mit dem Kunden verschiedene Geräte aus. Er kann typische Hör-Situationen mit ihren Geräuschen nachstellen.

Moderne Hörsysteme lassen sich mit einer Fernbedienung in der Lautstärke regeln - diese ist manchmal in einer Armbanduhr integriert. Viele Hörgeräte lassen sich auch per Infrarot-Strahlung, Funk oder Induktionsschleifen-Verstärker ansteuern. So kann das Gerät z.B. mithilfe eines drahtlosen Senders direkt an ein Mobiltelefon oder einen Fernseher angeschlossen werden. Bei beidseitigen Hörsystemen erhalten beide Geräte das Signal. Viele öffentliche Gebäude enthalten Signalgeber.

Bezahlbar

Es gibt gute Geräte für jedes Budget. Ihr Hörgeräte-Akustiker oder ihre Krankenversicherung informieren Sie über die Leistungen.